Wochenfluss
In den nächsten Wochen bildet sich nach und nach die Gebärmutter zurück, sie „schrumpft“ wieder zur ursprünglichen Größe. Ihre Hebamme wird regelmäßig diesen Rückbildungsprozess überprüfen, in dem sie die Lage der Gebärmutter ertastet. Nach der Geburt ist sie noch merklich in der Nabelregion zu ertasten. Im Laufe der Zeit sinkt sie ab und wird gerade noch hinter dem Schambein zu erfühlen sein.
Mit Ablösung des Mutterkuchens ist in der Gebärmutter eine größere Wunde entstanden, die nun allmählich abheilen wird. Dieser Heilungsprozess ist mit stärkeren Blutungen verbunden, vor allem an den ersten drei Tagen nach der Geburt. Der Blutverlust wirkt sich besonders auf den Kreislauf aus, deshalb sollten Sie das Bett möglichst nicht ohne fremde Hilfe verlassen. Die Blutung geht nach 3 Tagen in den sogenannte Wochenfluss über, der ungefähr 2 – 6 Wochen anhalten wird bis die Wunde ganz abgeheilt ist. Mit diesem werden Blut, Sekret und abgestorbene Gewebestücken abgesondert. Zu Beginn ist er schleimig-rötlich, mit zunehmender Heilung wechselt er zu einer bräunlichen Farbe und zum Ende hin erscheint der Ausfluss gelblich bis farblos.
Normalerweise ist der Wochenfluss nahezu geruchslos. Bemerken Sie jedoch einen sehr unangenehmen Geruch, sollten Sie Ihre Hebamme ode Frauenarzt aufsuchen. Es ist ratsam für diese Zeit keine Tampons zu verwenden, sondern nur Binden. Setzt der Wochenfluss plötzlich über mehrere Tage aus und Beschwerden wie Fieber oder Schmerzen treten auf, sollten Sie Ihre Hebamme oder Ihren Frauenarzt aufsuchen. Es könnten ein Wochenflussstau vorliegen.
Der Wochenfluss enthält zwar nicht mehr Keime als die normale Regelblutung, dennoch sollten Sie auf eine besondere Hygiene achten. Nehmen Sie besser eine Dusche als ein Vollbad. So ist gewährleistet, dass die Brust nicht mit dem Badewasser in Berührung kommt. Verzichten Sie besser auf parfümierte Duschgele, um den Intimbereich nicht unnötig zu reizen.
Haarausfall – Zurück zur ursprünglichen Pracht
Während der Schwangerschaft steigt der Hormonwert an und bewirkt eine vollere Haarpracht. Nach der Geburt normalisiert sich wieder der Hormonspiegel und es fallen die Haare aus, die ohnehin schon längst ohne Schwangerschaft ausgefallen wären. Von daher ist dieser Prozess völlig normal, nach ungefähr 6 Monaten haben Sie Ihre ursprüngliche Haarfülle zurück. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie einen Hautarzt aufgesucht werden. Dann ist eine entsprechende Therapie notwendig.
Schweißausbrüche – nasse Plage
Heftige Schweißausbrüche nach der Geburt können ebenfalls hormonbedingt auftreten.Treten jedoch starke Schweißausbrüche auch noch Monate nach der Entbindung auf, könnte dies auf eine psychische Überlastung hinweisen. Gerade Frauen, die oft alles perfekt und richtig machen möchten, überfordern sich zu schnell. Hilfe wird zumeist nicht eingefordert oder angenommen, weil sich eine „Schwäche“ nicht eingestanden werden möchte. Nach dem Prinzip: „Was die anderen schaffen, schaffe ich auch.“ Doch ist dieser Eindruck meist nur subjektiv. Wissen Sie denn ganz genau, wieviel Unterstützung jede andere Mutter von Familie, Freunden oder anderen Dritten erhält? Legen Sie Ihren Perfektionismus ab und lassen Sie sich helfen!
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