Vorbereitung auf die Geburt
35.- 36. Woche
Die Körperhaut ist nun ganz glatt und rosig, da die Lanugohaare vollständig ausfallen. Bei einigen Babys können aber vereinzelt Haare an Beinen, Armen, Hautfalten und Schultern zurückbleiben. In den Gedärmen sammelt sich eine grün-schwarze und klebrige Masse (Mekonium), die aus Rückständen von Zellen, Fett aus dem Fruchtwasser, Lanugohaare, Schleim und Gallenflüssigkeit besteht. Das Baby scheidet diese Masse nach der Geburt aus. Spätestens jetzt drehen sich die meisten Kinder in die endgültige Geburtsposition. Senkwehen, die in den nächsten Wochen häufiger auftreten, lassen das Köpfchen des Babys tiefer in das Becken sinken.
37. - 38. Woche
Das Ende des dicken Bauches naht: Mamas Hüften werden weiter und der Bauch senkt sich nach unten. Hormone und auch Abwehrstoffe werden nun von der Plazenta produziert, um den Sprössling vor späteren Krankheiten zu schützen und sein Immunsystem zu stärken. Der kleine Zwerg produziert das Hormon Kortison, welches die Lungen auf den ersten Atemzug außerhalb des Bauches vorbereitet. Das ist sehr wichtig, denn nach der Geburt ist Baby Blutkreislauf nicht mehr mit dem seiner Mutter verbunden. Selbständig muss dann das Blut durch die kleinen Lungen fließen, um den Sauerstoff- und Kohlendioxid-Austausch zu ermöglichen. Baby ist nun etwa 47 Zentimeter groß und wiegt etwa 2.700 Gramm.
39. - 40. Woche
Für den kleinen Knrips heißt es jetzt notgedrungen Platz sparen: Arme auf der Brust verschränkt und die Beine angewinkelt, weil er sich kaum noch bewegen kann. Kein Wunder, denn Baby misst nun gute 50 Zentimeter und wiegt um die 3000 Gramm. Auch die zukünftige Mama spürt, dass es bals los geht: Müdigkeit, Unwohlsein und ein anfängliches Ziehen im Rücken oder im untereren Bauch verstärkt sich im Laufe der Zeit und wird regelmäßiger. Der Schleimpfropf, der während der Schwangerschaft den Muttermund verschlossen hat, geht nun ab. Platzt die Fruchtblase oder die Wehen treten im 5 – 10 minütigen Abstand auf, steht der Weg in die Klinik an. Manche Babys machen sich noch umgangsprachlich im Mutterleib schön, wenn sie den berechneten Geburtstermin überschreiten. Keine Panik, nur etwa 4 Prozent aller Kinder kommen „pünktlich“ zur Welt. Sollte das Kind aber dennoch den berechneten Termin um 14 Tage überschreiten, wird der Arzt die Wehen einleiten.
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