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Montag, 6. August 2007

«Risikoschwangerschaften» sind meist unproblematisch

München (dpa/tmn) - Der Vermerk «Risikoschwangerschaft» im Mutterpass sollte betroffene Frauen nicht erschrecken. Ab dem 35. Lebensjahr werde er als Routinehinweis eingetragen, damit der Frauenarzt besonders auf Risikofaktoren achtet.


Ab 30 Jahren kann es schwieriger werden, schwanger zu werden. (Bild: dpa)

München (dpa/tmn) - Der Vermerk «Risikoschwangerschaft» im Mutterpass sollte betroffene Frauen nicht erschrecken. Ab dem 35. Lebensjahr werde er als Routinehinweis eingetragen, damit der Frauenarzt besonders auf Risikofaktoren achtet.

Darauf weist der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) in München hin. «Selbst bei älteren Schwangeren mit gesundheitlichen Problemen wie Bluthochdruck oder Diabetes ist das Austragen eines Kindes in der Regel heutzutage nicht mehr problematisch», sagt BVF-Präsident Christian Albring. Es sei aber Voraussetzung, dass die Leiden entsprechend behandelt werden.

Für eine komplikationsarme Schwangerschaft spiele weniger das Alter eine Rolle als vielmehr der Gesundheitszustand der Mutter. Mit einem disziplinierten Lebensstil und gesunder Ernährung müssten Frauen zwischen 35 und 40 Jahren sich keine Sorgen machen, Mutter zu werden. Zwar nehme das Risiko etwa von Schwangerschaftsdiabetes zu. «Dank moderner und früher Diagnose sind die Folgen aber viel seltener kritisch als früher, weil rechtzeitig behandelt werden kann.»

Trotz allem sollten Frauen aber die Entscheidung für ein Kind nicht zu lange aufschieben. «Ab dem Alter von 30 Jahren verringert sich allmählich die Fruchtbarkeit», gibt Albring zu bedenken. Meist dauere es länger und werde zunehmend schwierig, schwanger zu werden.

Bundesweit wird laut BVF inzwischen jedes vierte Kind von einer Frau im Alter über 35 Jahren geboren. Rund 15 Prozent aller Paare seien ungewollt kinderlos.


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