Schwangere sollten nicht auf Antibiotika verzichten
Stuttgart (dpa/tmn) - Schwangere Frauen sollten nicht aus Angst vor einer Schädigung des Kindes auf Antibiotika verzichten. Die Gefahr für das ungeborene Kind sei deutlich größer, wenn die Mutter unter einer Infektion leidet und diese nicht mit Antibiotika bekämpft.
Das berichtet die «Deutsche Medizinische Wochenschrift». So werde etwa die Hälfte aller Frühgeburten durch eine Infektion ausgelöst. Leiden Schwangere an einer bakteriellen Infektion, handelt es sich häufig um Harnwegserkrankungen. Steigen die Bakterien im Körper auf, können sie einen vorzeitigen Blasensprung auslösen. Auch eine Chlamydien-Infektion müsse mit Antibiotika behandelt werden, da die Bakterien das Kind schädigen können.
Allerdings sind nicht alle Antibiotika für das ungeborene Kind unbedenklich: Das gilt zum Beispiel für Antibiotika, die zur Gruppe der Chinolone gehören. Auch sogenannte Tetrazykline dürfen von Schwangeren nicht eingenommen werden, da sie Knochen und Zähne des Ungeborenen schädigen können. Hier könne nach Rücksprache mit dem Arzt aber meist ein anderes Antibiotikum gefunden werden.
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