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Freitag, 4. Juli 2008

Bereits eine halbe Stunde zügiges Gehen hält fit

Köln (dpa/tmn) - Wer gern wandert und sich fit halten will, muss nicht bis zum Urlaub in den Alpen warten. Schon eine halbe Stunde zügiges Gehen pro Tag fördere die Gesundheit, sagte Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln.

Karte, Rucksack und los geht's: Wandern stärkt die Fitness. Auch zügiges Gehen zeigt bereits Wirkung. (Bild: ZB Funkregio Ost)

Köln (dpa/tmn) - Wer gern wandert und sich fit halten will, muss nicht bis zum Urlaub in den Alpen warten. Schon eine halbe Stunde zügiges Gehen pro Tag fördere die Gesundheit, sagte Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln.

Und ein flotter Spaziergang in der Stadt habe ähnliche Vorteile für die Gesundheit wie eine Wanderung. Wichtig sei die Bewegung als solche: Männer sollten in 30 Minuten drei Kilometer zurücklegen, Frauen die gleiche Strecke in 35 Minuten. Stadtluft, die möglicherweise mit Abgasen belastet ist, ist dem Wissenschaftler zufolge dabei relativ unbedenklich. Einerseits sei die Lunge ein guter Filter. Andererseits seien die Nachteile einer Bewegungsfaulheit gegenüber dem zügigen und regelmäßigen Gang «um den Block» deutlich größer.

An arbeitsfreien Tagen sei es sinnvoll, noch längere Distanzen zu gehen. «Beim Wandern ist die Belastungssituation deutlich anders als im Alltag», betonte Froböse. Es stärke das Herz-Kreislauf-System, weil die Durchblutung angeregt wird. Das Atemvolumen nehme zu, und so gelange mehr Sauerstoff in den Körper. Auch der Knorpel werde gekräftigt und bekomme dadurch eine festere Struktur.

Wandern ist darüber hinaus gut für die Figur, weil sich bei längeren Strecken der Stoffwechsel verändert. Wer nicht gerade pausenlos isst, baue seinen Kohlenhydrate-Vorrat nach etwa einer bis eineinhalb Stunden zügigen Gehens ab, erläutert der Sportwissenschaftler. Von diesem Zeitpunkt an würden dann die Fettreserven im Körper angegriffen.

Außerdem könne die Bewegung das Denkvermögen steigern. Bei einer Geschwindigkeit von vier Kilometern pro Stunde werde das Gehirn 30 bis 40 Prozent stärker durchblutet als im Ruhezustand - «und das lohnt sich», sagt Froböse. Denn dadurch werde die Neubildung von Nervenzellen angeregt. Nicht zu unterschätzen ist laut Froböse schließlich auch die «emotionale Komponente»: Die monotone Bewegung habe etwas Meditatives.



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