Kalorienfallen

Kalorienfallen im Alltag
Um dauerhaft schlank und fit zu bleiben, ist neben regelmäßiger sportlicher Tätigkeit vorallem die Ernährung wichtig. Doch auch trotz guten Absichten greifen viele auf versteckte Kalorienfallen zurück, obwohl sie diese umgehen könnten.
Der Tag beginnt, der Magen knurrt. Um für den Arbeitstag gewappnet zu sein, sollte zunächst ein gesundes und anhaltend sättigendes Frühstück gegessen werden. Ein kalorienarmes und dennoch gesundes Frühstück zusammen zu stellen ist jedoch nicht so leicht.
Die Kalorienfallen lauern nämlich bereits am Frühstückstisch: Marmelade, Vanille-Croissants, Kakao, Joghurt und Crunchy-Müslis wollen uns im wahrsten Sinne des Wortes den Tag versüßen. Viele Frühstücksprodukte sind sehr zuckerhaltig und liefern mehr Energie, als eigentlich nötig. Besonders Joghurt und Kakao locken mit süßen Versprechungen. Trotz niedrigem Fettgehalt (häufig nur 0,3% pro 100ml) beinhalten sie Mengen an Zucker - welcher genauso wie Fett Energie liefert und unseren Geschmack austrickst. Der Zucker lenkt nämlich vom niedrigen Fettgehalt ab und macht "diätische" Lebensmittel geschmacklich attraktiver. Ist der Zucker jedoch im Überfluss vorhanden, speichert der Körper diesen in unschönen Polstern an Bauch und Hüften ab - Sog. "diätische" Lebensmittel machen also oft dick.
Naschkatzen müssen jedoch nicht auf das süße Frühstück verzichten: ungesüßter Naturjoghurt kann mit süßen Früchten der Saison verfeinert werden. Diese enthalten keinen Kristallzucker, der Fruchtzucker hingegen kann besser verdaut und umgesetzt werden. Auch Kakao lässt sich leicht und geschmackvoll in einer kalorienärmeren Variante hergestellt werden. Hierfür einfach pures Kakaopulver (gibts in jedem gut sortierten Laden) mit Milch erwärmen, für den Geschmack nun noch einen Teelöffel Honig hinzufügen und fertig ist die kalorienärmere Variante. Verzichten Sie trotz verleitender Werbeslogans auf Crunchy-Müsli. Die Hafer-Zucker-Crunchies sind wahre Kalorienbomben! Besser ist ein ballaststoffreiches und zuckerfreies Müsli mit Trockenfrüchten. Diese machen nicht nur lange satt, sie fördern den Stoffwechsel und somit die Fettverbrennung.
Auch über Herzhaftes freut sich der Hüftspeck
Frühstücker, welche diese Zuckerfallen erkannt haben greifen nun auf herzhafte Varianten zurück. Doch vorsicht - bei Brötchen, Käse, Wurst, Rührei und co. lauern wieder die Fettfallen. Das gutgemeinte Müslibrötchen beinhaltet durch die Sonnenblumenkerne und Nüsse einen recht hohen und vermeidbaren Fettanteil. Greifen Sie hier besser auf fettärmere Varianten wie Schwarzbrot oder (Vollkorn-)Toast zurück.
Wurst und Käse beinhalten einen sehr hohen Fettanteil. Häufig sind die Hälfte der Kalorien aus Wurst und Käse Fettkalorien. Achten Sie beim Einkauf auf den Fettanteil beim Käse und greifen Sie auf fettärmere Produkte zurück. Bei Wurst gilt: das schiere Fleisch der Streichwurst vorziehen. Wurstaufstrich ist enorm fetthaltig, um streichfähig zu bleiben. Das Gleiche gilt übrigens auch bei Streichkäse. Verzichten Sie auf derartige Produkte. Schierer Aufschnitt wie z. B. Schinken und Putenfleisch hingegen sind eine fettarme Variante, welche schmeckt und satt macht.
Setzen Sie beim Frühstück vor allem auf eine ballaststoffhaltige Kost. Empfohlen werden ca. 30g Ballaststoffe am Tag, welche hauptsächlich in Vollkornprodukten vertreten sind. Diese machen langanhaltend satt, kurbeln die Verdauung an und verhindern Heißhungerattacken zwischendurch.
Butter oder Margarine?
Die Geschmäcker sind verschieden, sicher sind sich jedoch die meisten, dass man lieber mehr Margarine anstatt wenig Butter nehmen sollte. Bei dieser scheinbar klaren Wahl tritt man allerdings häufig in eine Kalorienfalle.
Butter besteht hauptsächlich aus tierischem Fett, welches vom Körper schlechter verarbeitet werden kann als das pflanzliche Fett der Margarine. Butter beinhaltet ebenfalls Cholesterin, weshalb Margarine grundsätzlich die bessere Wahl darstellt. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Wo Butter mit ca. 800 kcal / 100g unangefochten zur Kalorienbombe gehört, da ist die Margarine mit über 700 kcal / 100g nicht weit davon entfernt. Hier lauert die Kalorienfalle, denn Margarine hat annähernd genauso viele Fettkalorien wie Butter. Greifen Sie also auch hier zur Halbfett-Variante und schauen Sie nach ungesättigten Fettsäuren, bspw. durch beigemengtes Olivenöl.
Auch der gut gemeinte Verzicht auf Butter kann also kalorientechnisch nach Hinten losgehen. Im Zweifelsfall ist sogar eine dünne Schicht Butter besser für die Figur als eine dicke Schicht Margarine auf dem Brot.
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