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Friday, 11. July 2008

Pikant oder süß: Waffeln sind Verwandlungskünstler

Köln (dpa/tmn) - Beim Kindergeburtstag und dem Schulfest sind sie der Hit, beim Familientreffen gehören sie zur Tradition und zum Rundgang auf dem Jahrmarkt ebenso: Waffeln sind bei Groß und Klein gleichermaßen beliebt.

Waffeln sind schnell zubereitet - als Begleiter bieten sich Puderzucker, Sahne und frisches Obst an. ( Bild: CMA/dpa/tmn)

Köln (dpa/tmn) - Beim Kindergeburtstag und dem Schulfest sind sie der Hit, beim Familientreffen gehören sie zur Tradition und zum Rundgang auf dem Jahrmarkt ebenso: Waffeln sind bei Groß und Klein gleichermaßen beliebt.

Ob einfach nur mit Puderzucker, mit Erdbeeren und Schlagsahne, mit Apfelmus oder auch pikant mit Kräutern - die knusprigen Teigwaren sind schnell gemacht. Selbst wenn mal überraschend Gäste kommen - die Zutaten finden sich meist im Vorratsschrank: «Der klassische Grundteig für flache Waffeln ist ein einfacher Rührteig aus Mehl, Eiern, Butter, Milch und Backpulver», sagt Mathias Ecke, Bäckermeister aus Köln. Je mehr Zucker und Fett in den Teig kommen, desto knuspriger wird das Endprodukt. «Wenn viele Eier verwendet werden, wird der Teig durch das Eigelb fettiger und die Waffeln zäher und fester: Das Backpulver schafft es nicht mehr, den Teig aufzudrücken.»

Der vergleichsweise neutrale Geschmack dieses Grundteiges lässt sich mit wenigen Handgriffen variieren und aufpeppen. «Vanille, Zitrone und diverse Gewürze können zugegeben werden, ohne dass andere Zutatenmengen verändert werden müssen», sagt der Bäckermeister. Schwieriger wird es, wenn beispielsweise Apfelmus untergerührt wird. «Das enthält viel Feuchtigkeit, also muss die andere Feuchtigkeit, zum Beispiel die Milch, deutlich reduziert werden.»

Zutaten in Stücken wiederum sind meist nicht von allen Seiten vom Teig umschlossen und können anbrennen. «Rosinen und kandierte Früchte sollten sehr klein geschnitten, Äpfel, Nüsse oder Mandeln fein gerieben werden», rät Ruth Waizenegger vom Bund der Meisterinnen und Meister der Hauswirtschaft in Neumünster. Für herzhafte Waffeln wird auf Zucker im Grundteig verzichtet, Kräuter oder geriebener Käse können die herzhafte Note beisteuern.

Der Erfolg beim Waffelbacken steht und fällt mit dem Eisen. Klassisch werden Waffeln in runden Geräten gebacken. «Die Funktionsweise ist bei allen Waffeleisen ähnlich», erläutert Christian Eckert vom Fachverband Elektro-Haushalt-Kleingeräte in Frankfurt/Main. «Die Ober- und die Unterhälfte des Geräts werden an einem Scharnier aufgeklappt, der Teig wird eingefüllt und zwischen den beiden heißen Seitenteilen gebacken.»

Vor der ersten Benutzung sollte das Waffeleisen leicht eingefettet werden, auch wenn es mit einer Antihaftbeschichtung versehen ist. Später ist das Einfetten dann in der Regel nicht mehr notwendig. Wie viel Teig in das Waffeleisen gegeben wird, hängt zum einen davon ab, ob Backpulver oder Hefe verwendet wurde, und zum anderen davon, wie dick die Waffel werden soll. Eine Soßenkelle ist ein gutes Maß zum Ausprobieren.

Falls das gute Stück nicht direkt in die Münder kleiner Naschkatzen verteilt wird, muss es auskühlen. Die warmen Waffeln dürfen nicht gestapelt werden. Sonst macht der Wasserdampf der zuletzt gebackenen Waffel die darunter liegenden weich und labberig. «Am besten werden sie auf einem Kuchengitter ausgebreitet», rät Hauswirtschaftsmeisterin Waizenegger. Erst wenn das Gebäck kalt ist, wird es mit Puderzucker, mit Zimt oder auch mit Kakao bestäubt.

Traditionelle Beilagen für süße Waffeln sind frisches Obst oder Kompott. «Wenn man Gäste hat, kann man sehr schön verschiedene Zutaten anbieten - zum Beispiel Ahornsirup, Kirschen, Apfelmus und Schlagsahne. Dann kann jedes Herz oder jede Waffel in eine andere Beigabe gedippt werden», rät Bäckermeister Ecke.


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