FAQ Kur & Reha
Die häufigsten Fragen und Antworten zur Kur und Rehabilitation
Was kann ich mir unter einer Kur vorstellen?
Eine Kur ist eine aus mehreren Einzeltherapien bestehendes Heilverfahren, was zur Prävention oder Rehabilitation einer (chronischen) Erkrankung sowie psychischen Beeinträchtigunen dient. Als offizielle Kuren gelten staatlich festgelegte Kurorte sowie Heilbäder, welche als fester Bestandteil in das soziale Gesundheitssystem mit eingebunden sind. Kuren behandeln bestehende Erkrankungen und Störungen und aktivieren durch verschiedene Therapieformen wie Physio-, Bewegungs- oder Psychotherapien die inneren Selbstheilungskräfte. Kuren stabilisieren den Effekt der Heilung durch den Heimatarzt und bieten eine ideale Grundlage für eine weitere positive Entwicklung – speziell bei beeinträchtigten Kindern. Eine Kur kann die Pflegebedürftigkeit von älteren Menschen vorbeugen oder eine bereits bestehende Einschränkung überwinden.
Durch den Einsatz von speziellen Kurmitteln und unterstützenden Maßnahmen wie bspw. Diäten oder Informationsrunden wird dem Patienten der erfolgreiche Wiedereinstieg in den Alltag bereitet. Dieses wird nicht zuletzt durch das reizarme Klima des Kurortes erleichtert. Viele Therapiezentren befinden sich in einem natürlichen Millieu, welches nicht nur den Körper, sondern auch die Seele entlastet.
Seit dem 1.1.2000 wird der Begriff „Kur“ jedoch nicht mehr in der Sozialgesetzgebung verwendet. So spricht man heute öffentlich von einer Rehabilitation und folgenden Begriffen:
- Medizinische Vorsorge für Mütter und Väter (§ 24 SGB V)
- Medizinische Rehabilitation für Mütter und Väter (§ 24 SGB V)
- Ambulante Rehabilitation (§ 40 Abs. 1 SGB V)
- Ambulante Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten (§ 23 Abs. 2 SGB V)
- Stationäre Rehabilitationsmaßnahmen (einschließlich
- Anschlussrehabilitation nach Krankenhausbehandlung) (§ 40 Abs. 2 SGB V)
Ich möchte eine Kur machen – an wen muss ich mich wenden?
Grundsätzlich kann jeder Mensch eine Kur auf eigenen Wunsch und auf eigene Kosten machen. Viele Therapiezentren nehmen jedoch nur Patienten mit bestimmten Krankheitsbilder auf. Um eine spezielle Kur verschrieben zu bekommen, muss man sich an seinen behandelnden Arzt wenden, welches der Haus-, Betriebs- oder Facharzt sein kann. Dieser kann die Notwendigkeit einer Kur schriftlich festhalten, welches der zuständige Sozialleistungsträger (meistens die Krankenkasse) benötigt, um die Kur in die Wege zu leiten.
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Kann mein Arzt mir bei der Auswahl der richtigen Kurorte, Kliniken bzw. Heilbäder helfen?
Ja, alle niedergelassenen Ärzte genauso wie die Krankenkassen werden regelmäßig über Kuren informiert. Hierfür bekommen sie regelmäßige Informationen vom Deutschen Heilbäderverband, welcher in seinem kostenlosen Deutschen Bäderkalender sämtliche nötigen Daten über Kuren festhält. Hierdrin finden sich Angaben über Abläufe, Zielsetzungen und Adressen der einzelnen Kurorte, Kliniken und Heilbäder. Diese Informationen können auch über das Internet abgerufen werden: www.Baederkalender.de
Kann ich meinen Kurort und die Behandlungsform mitbestimmen?
Wird durch den Arzt eine „ambulante Vorsorgeleistung“ empfohlen, so kann der Patient gemeinsam mit dem Arzt den geeigneten Kurort auswählen. Er informiert ihn über die angewandten Therapieformen speziell für das vorhandene Krankheitsbild und bereitet ihn auf den Ablauf der Kur vor. Letztendlich entscheidet jedoch der Kurarzt über den genauen Therapieverlauf, welcher individuell an die Beeinträchtigung des Patienten ausgerichtet ist. Empfielt der behandelnde Arzt eine stationären Aufenthalt in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung, so ist die Krankenkasse dafür verantwortlich dem Patienten eine Einrichtung zu empfehlen. Diese sind meist Vertragspartner und sind somit nicht immer frei wählbar.
Kann ich am Kurort auch psychologisch betreut werden?
Grundsätzlich stehen den Patienten in den Therapiezentren zusätzlich zur körperlichen Therapie auch eine psychologische Betreuung zur Verfügung. Da gerade eine ganzheitliche Behandlung oft langfristig erst Erfolg verspricht, haben fast alle Kurorte und Heilbäder zumindest psychologisch erfahrene Therapeuten im Haus, welche gezielt in das Therapiekonzept mit eingebunden werden. Darüber hinaus bieten christliche Einrichtungen Seelsorge-Möglichkeiten an.
Zu wem geht im Anschluss an die Kur mein Abschlussbericht?
Der Abschlussbericht, welche sämtliche Informationen über den Verlauf und Erfolg der Kur enthält, geht in Anschluß an den behandelnden Heimatarzt, der die Kur auch empfohlen hat. Er kann nun mit Hilfe der Informationen über bereits eingesetzten Therapieformen weitere Behandlungsmethoden vorschlagen und so an den Erfolg der Kur anknüpfen.
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