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Chronische Atemwegserkrankungen

Heilung mit Hilfe von Spezialkuren

Verschiedene Atemwegserkrankungen belasten den Alltag vieler Menschen. Durch die erschwerte Atmung, bedingt durch Infektionen, Entzündungen oder auch äußeren Einflüssen, wird die Leistungsfähigkeit des Patienten gemindert und die Gesundheit kontinuierlich verschlechtert.

Die ständigen Reizungen der Atemwege führen auf die Dauer nicht nur zu körperlichen, sondern auch zu psycho-sozialen Konsequenzen. Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen fühlen sich oftmals von der Gesellschaft abgegrenzt und leiden unter einer krankheitsbedingten Isolation. Öffentliche Aufenthalte im gesellschaftlichen Leben sind häufig nur unter starken Problemen oder auch gar nicht möglich, zu stark ist die Reizung der Atemwege durch beispielsweise Zigarettenrauch oder Auto-Abgase etc..

Durch diesen andauernden Stress entstehen häufig auch psychisch bedingte Folgeerkrankungen, welche sich weiter negativ auf den gesamten Körper und seine Gesundheit auswirken.

Wird eine chronische Atemwegserkrankung nicht fachgerecht oder auch überhaupt nicht behandelt, so ist auf lange Sicht auch eine gravierende Schädigung des Atemtraktes möglich. So können sich Reizungen des Atemtraktes zu einer ernsten Pneumonie (Lungenentzündung) entwickeln, welche einer schnellen und sehr intensiven Behandlung bedarf. Wird diese zu spät erkannt oder auch gar nicht behandelt, so kann dies zu in manchen Fällen sogar irreparablen Organschäden der Lunge führen.

 

Entlastung des Atmungsapparates durch eine Spezialkur

Um die Atemwegserkrankungen wie bspw. eine chronische Bronchitis oder verschiedene Lungenleiden zu kurieren, verspricht häufig nur eine Spezialkur langfristig Erfolg.

Hierfür stehen verschiedene Kurzentren im reizmilden und allergenarmen Klimagebieten wie zum Beispiel dem Mittelgebirge zur Verfügung. Ohne behindernde Faktoren wie Smog und Stress durch den Alltag kann der Patient sich ganz auf die Genesung konzentrieren.

Der stationäre Aufenthalt in diesem entlastenden Heilklima sowie die Entspannung fernab vom Alltag bieten die ideale Grundlage, sich und seine Atemwege zu lockern und auszukurieren.

Nur eine Kombination aus psychischer Entspannung und gesundheitlicher Heilung durch zum Beispiel einer intensiven physikalischen Therapie führen allen Erfahrungen nach zu einer deutlichen Linderung der Atemwegserkrankungen und einem dauerhaften Erfolg.

So stehen den Kurzentren Ärzte, Physio- und auch Psychotherapeuten zur Verfügung, welche in enger Absprache miteinander einen individuellen Behandlungsplan für den Patienten erstellen.

Ziel ist es, die Ressourcen der Patienten zu stärken und langfristig auch im Alltag Methoden der „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu vermitteln.

 

Erstellung eines individuellen Kur-Planes

Zu Beginn der Spezialkur wird der Patient durch verschiedene Gespräche und Anfangsuntersuchungen analysiert. Hierbei stehen neben der körperlichen Verfassung vorallem die Untersuchung seines soziales Verhalten sowie das Reagieren auf Störungs- und Problemsituationen im Vordergrund.

Hebt sich durch die intensiven Gespräche hervor, dass die Atemnot durch Angstzustände als Auslöser oder anderen psychosozialen Faktoren ausgelöst werden könnte, so ergänzt man den bereits vorliegenden Befund durch eine psychotherapeutische Diagnostik.

Um den Schweregrad der Atemwegserkrankung zu ermitteln, können im Bedarfsfall auch Peakflow-Messungen im Verlauf der Eingangsuntersuchung durchgeführt werden. Liegen akute interventionspflichtige – d. h. zum Eingriff verpflichtete - Symptome vor, so wird der Patient für eine apparative Diagnostik in eine geeignete Praxis oder eine darauf spazialisierte Klinik überwiesen. Hier kann der Patient gezielt mit speziellen medizinischen Geräten untersucht werden, um das Krankheitsbild zunächst grundlegend zu analysieren.

Im Anschluss an diese Eingangsuntersuchungen werden bisherige Befunde angefordert und analysiert, welche wichtige Informationen über bestehende Symptome oder Risikofaktoren liefern.

Dieser zusammengefasste Befund begleitet den Patient nun durch die gesamten Rehabilitationsmaßnahme und wird regelmäßig ergänzt oder auch verändert. So setzt sich dieser aus den Ergebnissen der Aufnahmeuntersuchung und dem Eingangsgespräch, dem gesamten Verlauf sowie der Abschlussuntersuchung zusammen. Hierbei werden neben den medizinischen auch die psychosozialen und pädagogischen Gespräche mit berücksichtigt.

So erarbeitet sich der Patient nach pädagogischen Ansätzen gemeinsam mit seinen Therapeuten und den Ärzten einen eigens auf sich angepassten Kur-Plan und hält in diesem auch schriftlich die angestrebten Therapieziele fest.

Nur durch eine solche gezielte und stetig aktuelle Analyse des Betroffenen kann ein individuell angepasster Kur-Plan erstellt werden und der Patient dadurch zielgerichtet und erfolgsversprechend behandelt werden.  

 

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